PERSONENSUCHE IN BRAUNLAGE


Am Sonntag, den 1. August 2021 begann mit der Alarmierung der Feuerwehr Braunlage und des Kreisbrandmeisters um 15:23 Uhr eine der größten Suchaktionen der letzten Jahre, in deren Verlauf am Sonntag 166 Einsatzkräfte mit 36 Einsatzmittel die Straßen, Wege, Wälder und Wiesen nach einem 72jährigen Mann absuchten, der als vermisst gemeldet worden war. Vor dem Feuerwehrhaus Braunlage wurde mittels des Einsatzleitwagens ELW 2 die Gesamteinsatzleitung aufgebaut. Die Funkzentrale im Feuerwehrhaus Braunlage fungierte als Abschnittsleitung. Auf Anforderung des Kreisbrandmeisters wurden die Bergwachten Sankt Andreasberg und Vienenburger Land, sowie die Fachgruppe Rettungshunde und Ortungstechnik der Feuerwehr Liebenburg alarmiert. Letztere bildeten ebenfalls einen eigenen Abschnitt. Als Führungsmittel stand hierfür der Einsatzleitwagen ELW 1 der Feuerwehr Liebenburg zur Verfügung. Die Bediensteten der Landesforst und des Nationalparks beteiligten sich ebenfalls, zusammen mit Kräften der Polizei an der Suchaktion. Nachdem weite Teile der Wälder rund um Braunlage schon abgesucht waren, unterstützt durch einen Polizeihubschrauber, wurde auch der Kreisbrandmeister aus dem benachbarten Landkreis Harz alarmiert. Gemeinsam wurde anschließend beraten und festgelegt, dass auf der Seite von Sachsen-Anhalt ebenfalls Feuerwehren mit der Suche beauftragt werden. Zur besseren Eingrenzung des Suchgebietes standen im Einsatzverlauf am Sonntag auch zwei Personenspürhunde (Feuerwehr Blankenburg und aus Bad Harzburg), sowie insgesamt sieben Flächensuchhunde von Polizei und Feuerwehr zur Verfügung. Es wurde diversen Hinweisen nachgegangen, aber alle Suchen verliefen ergebnislos. Mit Einbruch der Nacht sollte die Suche unterbrochen werden. Nachdem aber Einsatzkräfte aus einem Gebiet Rufe vernommen hatten, wurden noch einmal alle verfügbaren Kräfte mit allen Einsatzmitteln, Suchhunden usw. in das betreffende Gebiet entsandt. Aber selbst nach dieser nochmaligen intensiven Suche konnte die Person nicht aufgefunden werden. Mit dem aufziehenden Gewitter wurde dann aus Sicherheitsgründen die Suche unterbrochen und die Einsatzkräfte gegen Mitternacht in ihre Standorte entlassen.
Am Montagmorgen gegen 06:00 Uhr trafen sich die Einsatzkräfte wieder am Feuerwehrhaus in Braunlage. Die Einsatz- und Abschnittsleitungen im ELW 2 und in den Abschnitten wurden wieder in Betrieb genommen und mit nochmals über 100 Einsatzkräften und einer Vielzahl von Einsatzmitteln die Suche fortgesetzt. Unterstützt wurden am Montag die Einsatzkräfte auch durch Flächensuchhunde des Malteser Hilfsdienstes aus Braunschweig, sowie von weiteren Rettungshundeorganisationen u.a. aus Sankt Andreasberg, Göttingen, Goslar. Wieder kamen Personenspürhunde von der Polizei und von der Feuerwehr Blankenburg zum Einsatz. In einigen Suchbereichen musste die Bergwacht mit Seilunterstützung arbeiten. Ebenso wurden Suchtrupps eingesetzt die im Bodefluss mittels Wathosen suchten. Auch am Montag unterstützte ein Polizeihubschrauber die Suche. Die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen setzten insgesamt 5 Multikopter mit Wärmebildkameras zur Suche ein. Auch Bürgermeister Wolfgang Langer informierte sich ausführlich am Montag über die Suchaktion vor Ort und unterstützte die Gesamteinsatzleitung. Verpflegt wurden die Einsatzkräfte vom Hotel Maritim, sowie vom Deutschen Roten Kreuz. Trotz dieses Großaufgebotes an Einsatzkräften und Einsatzmitteln konnte die vermisste Person nicht gefunden werden. Schweren Herzens wurde dann kurz vor Einbruch der Nacht die Suche abgebrochen. Die Polizei übernahm danach die weiteren erforderlichen Maßnahmen. Die in Braunlage ansässigen Angehörigen wurden danach vom Kriseninterventionsteam des Landkreises Goslar betreut. Aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Einsatzorganisationen wird diesmal auf eine detaillierte Auflistung der eingesetzten Kräfte verzichtet. Die Kreisfeuerwehr Goslar bedankt sich an dieser Stelle noch einmal für die gute Zusammenarbeit aller beteiligter Organisationen, Privatpersonen und Behörden. Den Familienangehörigen wünschen wir viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Text: Kreisfeuerwehr Goslar