Am 19. Januar 2017 wurde unsere Rettungshundestaffel von acht Hundesportlern und ihren Vierbeinern in Goslar gegründet. Heute sind wir auf 15 Mitgliedern mit 12 Hunden angestiegen. Unsere Tätigkeit ist ehrenamtlich und ohne finanzielle Unterstützung. Wir unterhalten uns durch die Mitgliedsbeiträge sowie aus Spenden und Sammlungen. Die Fahrten zu den regelmäßig stattfindenen praktischen Ausbildungen im Harz und Umland sowie bei Rettungseinsätzen erfolgen jeweils auf eigene Kosten.

In unserer Staffel werden Flächenhunde und Mantrailer ausgebildet. Die Ausbildung der Hundeführer und ihrer Spürhunde ist sehr umfangreich und anspruchsvoll. Die Hunde müssen unbedingt Freude an der Sucharbeit haben und die Belohnung spielt eine sehr große Rolle. Für den Hund muss das Auffinden einer Person mit Leckerli oder Spielzeug bestätigt werden und immer ein Highlight sein.


Der Flächenhund läuft frei und wird z.B. in großen Waldstücken, Steinbrüchen, Fabrik- geländen und anderen unwegsamen Ge-bieten eingesetzt. Dabei hat er eine Kenn-decke mit Glocke um damit man ihn hört wenn der Abstand zum Hundeführer sehr groß ist. Er durchstöbert mit seiner feinen Nase das Gelände und sucht nach Menschen, wobei unsere Hunde auch auf Leichengeruch konditioniert werden. Denn es kann immer mal passieren das eine vermisste Person leider nicht mehr am Leben ist. Der Hund zeigt auf verschiedenste Weise seinem Hundeführer das er eine Person gefunden hat. Der Verbeller bleibt bei der Person sitzen und bellt so lange bis sein Hunde-führer auch da ist. Der Rückverweiser kommt zu seinem Hundeführer zurück und führt ihn dann zur Person hin. Der Bringsler hat einen Gegenstand im Maul, welcher am Hund angebracht ist und kommt auch zu seinem Hundeführer zurück um ihm damit zu signalisieren das er jemanden gefunden hat.



Wir nehmen in unserer Staffel auch gerne Helfer ohne Hund auf, sie können uns tat- kräftig als Suchgruppenhelfer oder Versteck- person unterstützen. Ihr werdet bei uns in Karte/Kompaß und Sprechfunk ausgebildet.

Wer Lust hat, sich einmal die Rettungshunde- arbeit anzuschauen kann sich gerne melden.




Der Mantrailer verfolgt den Individual-geruch eines Menschen welcher vermisst wird. Er wird dabei in einem Suchgeschirr an einer langen Schleppleine geführt. Den Geruch dieses Menschen wird vorher vorzugsweise in seinem häuslichen Umfeld abgenommen oder auch aus seinem verlassenen Auto. Dabei ist zu beachten, das die Geruchsprobe nicht durch andere Personen kontaminiert wurde. Man kann z.B. eine Probe aus Schuhen nehmen oder vom Kopfkissen. Die Zahn-bürste wird auch oft verwendet. Der Man-trailer verfolgt, nachdem er den Geruch aus einer Tüte oder einem Glas zum Riechen vorgehalten bekommen hat, die Spur dieses Menschen bis er ihn im besten Falle natürlich gefunden hat. Der Hundeführer muss in der Lage sein, seinen Hund "zu lesen", also jede Signale welcher der Hund zeigt, deuten zu können.

Die Ausbildung von Rettungshunden dauert je nach Veranlagung ca. 2 bis 3 Jahre.